Dann auf’s Rad. Es soll regnen, die ersten Tropfen fallen nach wenigen Kilometern. Der Norden Sylts gefällt mir besser als der Süden, etwas rauer, die typischen Reetdächer in Kampen und List und viel, viel Geld.

Aber nicht für jede Straße. Teilweise beste DDR-Betonplatten. Ein paar Schafe beobachteten, wie ich abrupt umkehrte. Der nördlichste Punkt der Straße war erreicht. Und nun auf nach Oberstdorf!

Hm … umsteigen?
Nanu?

Im Regen südwärts. In Westerland ein Ladekabel kaufen. Weiter nach Morsum, der letzte Bahnhof auf Sylt. Ein Stück Zug muss leider sein, es gibt keinen Radweg am Hindenburgdamm. Kurz vor dem Bahnhof passierte das, wovon ich hoffte, dass es nie passiert. Pffft. Pfft. Pfft. Murks. Blöde Tubelessfelge – bekomme ich den Reifen ab? (Warum keine Tubeless-Reifen? Anderes Thema…). Reparatur in Klanxbüll, auf dem Flachland. Mut gemacht per Whatsapp … und es ging ganz einfach. X-mal Reifen gewechselt, warum sollte das nicht klappen? Also weiter nach Niebüll, Ersatzschlauch kaufen. Nach wenigen hundert Metern: Pfft. Pfft. Pfft. WTF? Ich habe doch den Mantel abgesucht? Zurück zim Bahnhof, mit der Bahn nach Niebüll. Schlauch gekauft. Reifen genau abgesucht. Schlauch eingebaut. Weiter. Pfft. Pfft. Pfft. Ja wollt Ihr mich vera…? Aber diesmal entdeckte ich die Scherbe. Klein, aber ausreichen. Als die Luft ganz draußen war, hat sie sich unsichtbar gemacht und im Reifen versteckt. Die Sau.

Jetzt endlich weiter nach Husum. Immer noch Regen, aber weitgehend Rückenwind. Am und auf dem Deich, durch sehr, sehr ländliches Gebiet, ein paar Autos, ein paar mehr Schafe. Und dann eine Stadt. Husum. Und ein nobles Hotel.

Bushaltestellenidylle
Muh!
Okay, die Entscheidung fällt leicht
Categories: Radreise

1 Comment

Peter · Juni 19, 2020 at 8:56 pm

Scherbe is a bitch… aber am eigentlichen ersten Tag ein gutes Omen. Ab morgen Sonne !

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