Gut, vielleicht etwas reißerische Headline. Aber es war mehr Regen versprochen, als dann tatsächlich kam.

Frühstück um 6, damit ich früh starten kann. Ab 10, 11 Uhr sollte der Regen einsetzen. Als Ziel hatte ich mir für heute Seesen gesetzt – mit der Hoffnung, die Hälfte der 80 km im Trockenen zu fahren.

Frühstück
Hä?

Trocken war es auf dem Weg aus Wolfsburg und auch wieder hinein. In Braunschweig fielen ein paar Tropfen – es hörte aber bald wieder auf. Ich fuhr nur kurz durch die Innenstadt, schaute mir das Schloss von außen an. Hätte auch reingehen können – es ist heute ein Einkaufszentrum. Nun ja.

Ein Einkaufszentrum aka Braunschweiger Schloss
Zur Abwechslung mal wieder mein Fahrrad

In Salzgitter Bad machte ich Pause – und nun begann es richtig zu regnen. Die App signalisierte keine Besserung, also buchte ich ein Hotel in Seesen. Zwischenzeitlich hatte ich damit geliebäugelt, weiter bis Northeim zu fahren – aber nicht im Regen.

Da isser, der Regen

Als ich die Mittagspause beendete, hatte es aufgehört, zu regnen. Und ich sollte auch keinen Tropfen mehr abbekommen. Irgendwie scheinen ich zwischen die Schauer gerutscht zu sein, denn die Straßen waren durchaus nass.

Und bergig. Harzvorland statt norddeutscher Tiefebene. Sogar eine echte Serpentine gab es. Insgesamt hielten die Steigungen sich aber glücklicherweise in Grenzen.

Eine echte Serpentine!
Lüfter am Barenberge
Flaches Land is over

Viel zu früh war der Radeltag in Seesen beendet, um halb drei kam ich am Hotel an – das ich nicht mehr stornieren konnte. Und das seine besten Jahre auch schon gesehen hatte …

Gewaschene Radklamotten im Trockner

Immerhin blieb Zeit für einen kleinen Stadtrundgang durch Seesen. Okay, ein großer wäre kaum möglich gewesen, so groß ist es nicht. Aber eine schöne Fachwerkaltstadt gibt es.

Downtown Seesen

Ein Denkmal sah aus wie der Teil eines Flügels. Und tatsächlich baute ein gewisser Heinrich Steinweg vor 200 Jahren hier sein erstes Klavier. Steinweg? Klaviere? Jener Heinrich Steinweg emigrierte später in die USA und gründete dort als Henry E. Steinway die Firma Steinway & Sons.

Ein Denkmal für Heinrich Steinweg
Das Stadtmuseum
Die Burg Sehusa

Ein anderer berühmter Bürger war Wilhelm Busch, der seine letzten zehn Lebensjahre in Seesen verbrachte.

In der Stadt fand ein kleines Fest statt, das nutzte ich für eine Bratwurst mit Pommes. Ging dann ins Hotel, schrieb einen Blogpost und las etwas. Allerdings nichts von Wilhelm Busch.

Wilhelm Busch vor dem Rathaus
Gesamtstrecke: 85.43 km
Maximale Höhe: 228 m
Minimale Höhe: 72 m
Gesamtanstieg: 466 m
Gesamtzeit: 06:24:43
Download file: ostsee_13_wolfsburg_seesen.gpx

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