Zwei Tage noch bis Frankfurt, davon heute 100 km und über 1.000 Höhenmeter. Fast hätte ich verweigert. Doch ich durfte nicht.

Frühstück am Campingplatz, hatte ich gestern schon gekauft. Auschecken erst ab 8.30 – also so viel wie möglich davor erledigen. Wird ja ein heftiger Tag heute. 14 Anstiege versprach mir das Garmin.

Gestern abend hatte ich bemerkt, dass meine Luftpumpe verschwunden war. Lieber eine neue kaufen, sonst Reifenpanne. In Wabern fuhr ich direkt auf einen Radladen zu. Die hatten aber nur solche Monster. Egal.


In der Wasserfestung Ziegenhain machte ich Mittagspause. Die Burg ist heute ein Knast, also eher schwierig zu besichtigen. Wollte ich aber ohnehin nicht.
Statt dessen machte ich mir Gedanken um den Rest des Tages. Irgendwie fürchtete ich mich vor den noch anstehenden 600 Höhenmetern. Und wollte schon auf eine flachere Alternative umschwenken – da wurde ich aus Sölden zur Vernunft gerufen. Dort bereitete sich Tanja auf den Ötztaler vor – also fast 10 x so viele Höhenmeter, wie mir noch bevorstanden. Also nix verweigern, auf geht’s.

Bis Alsfeld war es noch verhältnismäßig flach, sogar ein Stück Bahntrasse war dabei. Alsfeld dann der berühmte Fachwerk-Overkill. Was haben die Leute nur mit Rothenburg ob der Tauber? Alsfeld ist der Fachwerkspot to be.


Ich fuhr allerdings nur kurz durch die Altstadt, hatte ja noch etwas Programm vor mir. Immerhin war ich schon im Vogelsbergkreis, Frankfurt ist nicht mehr weit. Fast hätte ich am Ende einer Abfahrt das Schloss Romrod verpasst. Aber nur fast.

Die letzten Steigungen schaffte ich dann auch noch. Soo schlimm isses gar nicht. Und außerdem ist der Vogelsberg auch schön. Ich konnte die Fahrt sogar etwas genießen.


In Groß-Eichen versorgte ich mich im örtlichen Edeka mit meinem Abendmahl und bergab mich zum Campingplatz. Ein letztes Mal das Zelt aufbauen. So hoch wie noch nie auf dieser Reise.

Maximale Höhe: 385 m
Minimale Höhe: 141 m
Gesamtanstieg: 1003 m
Gesamtzeit: 08:56:23
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