Es gibt auch Städte in Frankreich, die nicht so wirklich schön sind. Lernte ich heute.

Kein Zeltabbau – es ging also früh los. Die üblichen zwei Pains au Cocolat, diesmal im Hafen von Grandcamps.

Im Hafen von Grandcamps-Maisy

Früher Vogel – fährt schnell. Es ging gut los. Rückenwind. Leicht wellig. Sonne.

Ebbe im Hafen von Isigny-sur-mer

In Carentan gab es einen Richtungswechsel – und seltsamerweise weiterhin Rückenwind. Ich schaute mal auf die kommende Route – und kehrte im Carrefour ein, Banane und Apfel für die Trikottaschen. Die Versorgungslage auf den kommenden Kilometern schätzte ich als eher mau ein.

Carentan hat auch ’ne Notre Dame

Bis zum Meer fuhr ich durch den Naturpark Marais du Cotentin et du Bessin. Marais = Sumpf. Allerdings trockengelegt, heute weitgehend Weidelan. Und mittendurch eine traumhafte, kleine Straße. Ich war da alleine. Ewig dauerte es, bis mir mal ein Auto entgegen kam.

Aha

Das Meer kam näher, inzwischen drehte der Wind auf „Gegen-„. Und am Meer: Utah Beach, der letzte der D-Day-Landungsstrände. Wieder mit Museum, Gedenkstätte etc.

Der Rost setzt an, der Einsatz liegt auch fast 80 Jahre in der Vergangenheit
Utah Beach, heute ein sehr schöner Strand

Bestes Wetter, bis auf den Gegenwind. Mittags hatte ich schon 60 km, da war ich gestern erst losgefahren.

Auch nicht ganz falsch

Einige kleine Orte lagen an der Bucht, und sie waren immer noch klein. Tourismus nur in kleinen Dosen, ein paar Campingplätze, kleine Hotels und wohl einige Ferienwohnungen.

Die Bucht endet in Saint-Vaast-la-Hougue, keine Ahnung, wie man das ausspricht, klingt fast holländisch. Aber egal wie, ich gönnte mir ein Sandwich zum Blick aufs Meer.

Nun änderte sich die Landschaft, es wurde leich wellig. Die Orte blieben schön bis idyllisch, Barfleur soll sogar eins der schönsten Dörfer Frankreichs sein.

Barfleur

Nur wenige Kilometer weiter und gut sichtbar steht der Phare de Gatteville, der zweithöchste Leuchtturm Frankreichs (wer weiß, welcher der höchste ist?)

Phare de Gatteville – eigentlich sind’s zwei, rechts der alte, links der neue

So, km 100 ist geschafft. Wie weit geht’s heute noch? Einige Campingplätze lagen auf dem Weg, doch irgendwie rollte es gut. So buchte ich ein Hotel in Cherbourg. Eine 120-km-Etappe. Und ein Abend in einer idyllischen Hafenstadt.

Auf dem Weg nach Cherbourg war es noch schön

Gut, ich hätte mich informieren können. Schön ist Cherbourg nicht, idyllisch schon mal gar nicht. Kurzer Stadtrundgang, zur Strafe gab’s einen Hotelzimmerimbiss. Anbei noch Fotos von den Highlights:

So denn, gute Nacht, bis morgen!

Gesamtstrecke: 120.83 km
Maximale Höhe: 54 m
Minimale Höhe: 2 m
Gesamtanstieg: 401 m
Gesamtzeit: 09:35:48
Download file: Normandie_Etappe_6___Grandcamp_Maisy___Cherbourg.gpx
Categories: NormandieRadreise

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