Fast wie bestellt: 150,1 km direkt vor dem Hotel in Langenhagen. Ich lehne mich mal aus dem Fenster: Eine längere Etappe wird es nichr geben.

Start in Stade, eine Hansestadt – wusste ich gar nicht. Und hübsch. Das merkte ich bei einer kurzen Stadtrundfahrt. Ein bisschen Wasser, norddeutsches Fachwerk. Aber ich wollte weiter.

Die Geschichte der Etappe ist schnell erzählt: Flach, fast ein bisschen langweilig. Felder. Windräder. Keine Schafe mehr. Ein paar Kühe. In Harsewinkel der erste kurze Stopp und Wikipedia sagte mir, dass hier der ehemalige Frankfurter OB Franz Adickes geboren wurde.

Eine Nimm-mich-mit-Bank

Und es wurde wärmer. Ach ja, ist ja Sommer. Heute gab es keinen Platten. Aber ich lernte, dass ein paar Tropfen einer Flüssigkeit, die man früher Kettenöl nannte, einen Effekt auf die akkustische Begleitung haben.

Viele Tankstellenstopps für Kaltgetränke, ein seltsamer Ortsname, doofe Plattenradwege (Beton-, nicht Reifen), weiterhin eher langweilige Landschaft. Der Rest der Etappe in wenigen Worten.

Am Empfang des Hotels fragte man mich, woher ich sei. Ich sagte etwas erstaunt “Frankfurt”. Wäre ich aus Hannover oder Langenhagen, hätte ich nicht einchecken dürfen. Nein, nicht wegen Corona. Es gab wohl häufiger Fälle, dass Gäste aus der Nähe ins Zimmer gingen, aber keine Nacht blieben. Nein, ein Luxushotel ist es nicht. Aber okay.

Categories: Radreise

2 Comments

Burkhard · Juli 3, 2020 at 4:23 pm

nettes Blog über eine Tour, die ich schon seit mehr als 10 Jahren im Kopp habe, aber noch nicht realisiert habe (mein Plan; Grenze DK-Flensburg bis Mittwenwald-AT)
BTW: du warst in Harsefeld, nicht in Harsewinkel…

    Holger · Juli 4, 2020 at 5:28 pm

    Dankeschön. Ja, klar, Harsefeld. Harsewinkel hätte derzeit wohl einige Probleme gebracht, zusätzlich zum unnötigen Westschlenker…

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