So denn, mal wieder auf das Rad. Etwas verspätet, a) Urlaub verschoben und b) Wecker ausgestellt. Weltreise in Deutschland.

Ganz profan: Start vor der Haustür

Die ersten Kilometer sind vertrautes Wetterauterrain. Nicht vertraut: plötzlich angesprochen werden und zufällig Tanja treffen. Die mich natürlich eingeholt hat und weiter zum Äpfelkeltern fuhr. Und so gibt es ein Foto von mir auf dem Rad.

Mit neu-entwickelter Bauchtasche

Es bleibt hessisch. Ockstadt, Bad Nauheim, Butzbach, Gießen – und schwupps waren die ersten 65 km gefahren. Nach Brötchen & Brezel weiter nach Norden. Die schicken Armlinge längst ausgezogen, irgendwie ist noch Sommer?

B3-Romantik

Bis Marburg war der Geräuschteppich der gut befahrenen B3 mein steter Begleiter. Was für ein Satz… In Marburg reichte die Zeit für ein paar Fotos und für die Bewunderung der städtebaulichen Meisterleistung Höchstmaß.

Früh sichtbar: Das Landgrafenschloss, touristischer Hotspot

Mittelhessen. Ortsnamen bekannt, Orte nicht. Cölbe, Wetter, Münchhausen (nicht das vom Baron. Spaghettieis bleibt eine Konstante.

Hat geholfen. Die Eintracht hat gewonnen.

Zwischen Münchhausen und Battenberg war die Straße gesperrt. Top, samstags wird nicht gearbeitet auf Baustellen – und mit dem Rad kommt man meistens durch. Ich hatte die Bundesstraße für mich.

Irgendwie königlicher Ort …
… aber nicht ganz königlicher Parkplatz.

Battenberg. Ab 1851 durfte eine Gräfin den Namen „von Battenberg“ tragen. Warum auch immer, Adelsdinge sind komplex und irrelevant. Da man sich in diesen Kreisen untereinander und europaweit fortpflanzt, gibt’s die Battenbergs überall: so auch der – wann auch immer – britische Thronfolger Prinz William, der mit vollem Namen so heißt: HRH Prince William Arthur Philip Louis MOUNTBATTEN-Windsor (wenn man Wikipedia glauben darf). Mountbatten? Da wurde etwas einfach übersetzt, weil im ersten Weltkrieg deutsche Familiennamen in England eine schlechte Aura hatten.

So, genug Adelsquatsch. Für mich hieß es nun: raus aus Hessen. Auf einem Bahntrassenradweg, auf den ich kurz hinter Allendorf stieß. An der Stelle, an der bei der Eröffnung der Bahnstrecke die letzte Postkutsche mit dem ersten Zug kollidierte. Shit happens.

Nette Art, Berge zu bewältigen

Und dann war ich am Ziel, Hallenberg. Unverkennbar sauerländisch, ich logierte im Hotel Sauerländer Hof. Top Hotel, leckere Schweinemedaillons und die Wäsche wird trocken.

Meine Bleibe

Fast 140 km, ordentlicher Start. Ob es so weitergeht? Schaun mer mal.

Categories: Radreise

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