So, der letzte Tag. Von Versailles nach Paris, zur Gare de l’Est. Dafür habe ich Zeit bis 17 Uhr. Sollte machbar sein.

Nicht das größte Hotelzimmer, und es wurde schnell warm. Also stand ich mal recht früh auf. Frühstück, dann bin ich noch ein bisschen um das Schloss und durch Versailles gelaufen. Morgens kommt man offensichtlich ohne Eintritt zu zahlen in die Gärten – das mache ich dann doch mal. Es waren nur sehr wenige Menschen unterwegs, ein paar Jogger. Das dürfte wenige Stunden später komplett anders sein. So also auch mal schön.

Das große Schloss
Der große Herrscher. Ihm wird gehuldigt, offensichtlich

Um 11 musste ich das Zimmer räumen, das nutzte ich bis fast zur letzten Minute aus und machte mich dann auf die finale Etappe. 20 km, sechs Stunden, ich musste nicht wild in die Pedale treten. Aus Versailles hinaus fuhr ich auf der monströs breiten Straße, die zum Schloss führt. Immer wieder schöne Perspektiven im Rückblick, die aber auf Fotos nicht sooo toll aussehen.

Daher hier ein Foto ganz vom Anfang (oder Ende) der Avenue de Paris

Dann wurde es wieder grün, es ging mal wieder in einen Wald. Top-Radweg, und da Sonntagmittag war, war jede Menge Volk unterwegs. Spaziergänger, Jogger, Radfahrer … unten das einzige Foto ohne andere Menschen. Sogar eine Bergwertung gab es noch, das waren dann aber wirklich die letzten Höhenmeter.

Bergwertung im Wald

Dann Paris. Also, noch nicht direkt, erst ging es von der Bergwertung natürlich wieder runter, dann an die Seine und irgendwann kam das ziemlich unscheinbare Ortsschild.

Und ich war wieder zurück

Eine grobe Route hatte ich mir zurechtgelegt, was ich noch sehen wollte. Natürlich der Eiffelturm, hier ging es los. Und er lag halt auf dem Weg. Dann der Jardin du Luxembourg, mein Lieblingspark in Paris. Da machte ich eine etwas längere Pause und war nicht alleine damit. Unmengen Menschen bevölkerten die Wiesen, die meisten im Schatten, manche in der Sonne.

Hier schließt sich der Kreis
Ein ziemlich beliebtes Fotomotiv, muss ich natürlich auch fotografieren
Jardin du Luxembourg, Lieblingsort
Eine Radfahrerin und das Pantheon

Radfahren war klasse. Wieder Sonntag, da es schon später war als zu Beginn der Reise, waren natürlich ein paar mehr Autos auf der Straße – aber dennoch war das Radfahren sehr, sehr entspannt. Am Anstrengendsten waren noch die anderen Radler, die an allen Seiten ungeduldig überholten, während ich ja durch die Stadt cruisen wollte. Aber wie dem auch sei – Paris hat viel für die Radfahrer gemacht.

Notre Dame ohne Baustelle
Die Baustelle

An Notre Dame fuhr ich vorbei, bzw. schob ich vorbei. Natürlich auch hier supervoll, und wegen der Baustelle war es auch ziemlich eng. Dann die Ile Saint-Louis. Und sogar ohne ein Eis bei Berthillon, DER Eisdiele in Paris. Jetzt, wo ich das schreibe, bereue ich es ein klein wenig. Nun ja, werde ja nochmal nahc Paris kommen irgendwann. Ziemlich sicher. Nach der Ile Saint-Louis wechselte ich auf die nördliche Seine-Seite, Rive Droite.

Nächstes Ziel: Place des Vosges. Auch hier Menschenmengen im Schatten

Von der Place des Vosges war es eigentlich nicht mehr weit zur Gare de l’Est. Mein Lieblingshemdenladen in der Rue de Turenne hatte sogar geöffnet, aber irgendwie wollte ich so verschwitzt da nicht rein. Und so schaute ich mir die Hemden nur von draußen an. Wie dieses.

Eins aus der neuen Kollektion bei CotonDoux

Sonntagnachmittag, die Eintracht spielt. Ich setzte mich noch an den Canal Saint-Martin und aktualisierte den Kickerticker. Auch hier viel Sonntagsvolk, eher mehr an der linken, der Schattenseite. Eine Bank war tatsächlich frei, wahrscheinlich, weil sie in der Sonne war. Kaum zu glauben, dass es erst drei Tage her war, dass mir im Regen nicht wirklich warm war.

Abschiedsfoto
Il y a du monde
Wie so häufig: Der Anfang und das Ende von Reisen nach Paris. Okay, in meinem Fall, von Reisen von Paris
Das verpackte Rad. Es fand den Weg in den ICE

Zum Bahnhof waren es nur wenige Meter vom Kanal. Im Bahnhof hatte ich noch über eine Stunde Zeit, das Rad reisetauglich zu machen. Immer mit einem bisschen Kribbeln, weil die Tasche eigentlich zu groß ist. Und auch nicht soviele Möglichkeiten im ICE sind, sie zu verstauen. Ging aber wieder gut.

Im Zug fiel dann noch der Ausgleich für die Eintracht. Was will man mehr. Das WLAN war nicht das beste, den Plan, diesen Blogpost noch im Zug zu schreiben, musste ich aufgeben. Bilder hochladen ging nicht. Also ein bisschen lesen, ein bisschen Podcast hören und ein bisschen trauern, dass es schon vorbei ist. Aber so isses nun mal.

Wie immer, das ist noch nicht der letzte Post, es folgt noch ein Résumé (weniger elegant: ein Resümee) und noch etwas Statistik. Ich werde informieren.

Gesamtstrecke: 31.96 km
Maximale Höhe: 177 m
Minimale Höhe: 31 m
Gesamtanstieg: 168 m
Gesamtzeit: 05:06:52
Download file: Normandie_Etappe_15___Versailles___Paris.gpx
Categories: NormandieRadreise

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