Es ist Donnerstag, am Sonntag fährt mein Zug nach Frankfurt. Es geht dem Ende entgegen, das ist für mich La Rochelle.

Spät wachgeworden, na sowas. Und ich ließ mir Zeit. Es hatte einiges geregnet in der Nacht, da wollte ich das Zelt etwas trocknen lassen. Zwei Pain au Chocolat, einen O-Saft und eine Cola-Zero zum Frühstück, dann ging es los.

Der Hafen von L’Herbaudière am Morgen

Meine gestern geänderte Route führte mich in tiefen Sand. Eigentlich wollte ich noch näher an der Küste fahren – aber so dann doch nicht. Schnell auf die Straße und …

… auf den Kontinent

Dort fuhr ich durch den Wald. Auf der Velodyssée, wie der EuroVelo 1 hier heißt. Kein Asphalt, aber doch gut fahrbar. Der erste Ort an der Küste, durch den ich fuhr, war St. Jean-de-Monts. Nun ja. Bissi gesuchtsloser Badeort.

Aber der Strand ist schön

In der Folge kamen unendliche 4-5-Sterne-Campingplätze. Ich wollte mich schon über die langweilige Küste aufregen, da wurde sie interessanter. Schon der nächste Ort, St. Gilles, war interessanter mit einigen schicken Villen in erster Reihe. Und auch die Küste mit den Dünenlandschaften und felsigen Abschnitten wurde abwechslungsreicher.

Das Teufelsloch
Wer kann, der kann
Die Küste bei Bretignolles-sur-mer

Die nächste größere Stadt war Les Sables d’Olonne. Mit knapp 50.000 Einwohnern tatsächlich eine richtige Stadt. Vorher fuhr ich noch durch Sümpfe. Hier wurde Salz gewonnen, heute nur noch an wenigen Stellen.

Les Sables d’Olonne ist laut Wikipedia Frankreichs zweitgrößter Badeort. Was ist der Größte? Wie wird das überhaupt gemessen? Antworten auf diese Fragen fand ich nicht, suchte aber auch nicht lange. Am Strand war aber tatsächlich zuemlich viel los.

Vorne Sümpfe, hinten Les Sables d’Olonne
Nicht ganz die Copacabana. Aber immerhin

Les Sables d’Olonne wäre Halbzeit zwischen Noirmoutier und La Rochelle. Es war aber noch recht früh – und nachts und morgens sollte es gewittern, da machte ich noch ein paar Kilometer. Wieder durch Sümpfe, schöne, kleine Straßen und Wege.

Und nichtmal Mücken

Wegen des vorhergesagten Gewitters hatte ich über Booking ein Mobilhome auf einem Campingplatz etwas landeinwärts gebucht. In Saint-Vincent-sur-Jard. Der Platz sah laut Google-Maps sehr klein aus, aber laut Website gab es „Restauration“. Trotz kleiner Restzweifel kaufte ich mir im Super U nur zwei kleine Puddings. Tja, das war dann mein Abendessen. Nachtisch: Ein Tütchen Haribo-Dragibus, eigentlich Notfallzucker. Fast gesättigt legte ich mich zur Ruhe.

Mein Zuhause
Gesamtstrecke: 119.17 km
Maximale Höhe: 30 m
Minimale Höhe: 1 m
Gesamtanstieg: 438 m
Gesamtzeit: 07:40:36
Download file: Loire Etappe 11 – L'Herbaudière – Saint-Vincent-sur-Jard.gpx

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